Handball gehört zu den körperlich intensivsten Sportarten. Gerade Schulter und Ellenbogen sind durch wiederholte Wurfbewegungen und hohe Belastungen besonders anfällig für Verletzungen. Viele Beschwerden entstehen schleichend – und werden oft erst ernst genommen, wenn Schmerzen oder Bewegungseinschränkungen auftreten.
Warum Schulter und Ellenbogen beim Handball besonders belastet sind
Beim Wurf wirken enorme Kräfte auf das Schultergelenk. Der Arm wird in kurzer Zeit beschleunigt und wieder abgebremst – eine Bewegung, die insbesondere die Rotatorenmanschette und die stabilisierenden Strukturen der Schulter beansprucht.
Gleichzeitig übernimmt der Ellenbogen eine wichtige Rolle bei der Kraftübertragung. Wiederholte Belastungen können hier zu Überlastungsschäden oder strukturellen Problemen führen.
Häufige Schulterverletzungen beim Handball
Schulterluxation und Instabilität
Eine Schulterluxation – also das Auskugeln des Gelenks – tritt häufig nach Stürzen oder intensiven Spielsituationen auf. In vielen Fällen bleibt eine Instabilität zurück, die zu wiederkehrenden Beschwerden führen kann.
Rotatorenmanschettenverletzung
Die Rotatorenmanschette ist entscheidend für die Stabilität und Kraft der Schulter. Verletzungen äußern sich häufig durch Schmerzen beim Wurf oder einen spürbaren Kraftverlust.
Subacromiales Impingement
Beim sogenannten Impingement-Syndrom kommt es zu einer Einengung unter dem Schulterdach. Die Folge sind Schmerzen bei Überkopfbewegungen – ein typisches Problem im Handball.
Typische Ellenbogenverletzungen beim Handball
Epicondylitis (Tennisellenbogen / Golferellenbogen)
Auch im Handball häufig: Schmerzen an der Innen- oder Außenseite des Ellenbogens durch Überlastung der Sehnenansätze.
Ellenbogeninstabilität
Nach Verletzungen oder wiederholter Belastung kann es zu einer Instabilität des Gelenks kommen, die sich durch Schmerzen oder Unsicherheit bemerkbar macht.
Ellenbogenfrakturen
Stürze oder Zusammenstöße können zu Brüchen im Ellenbogenbereich führen, die eine gezielte Behandlung erfordern.
Behandlung von Schulter- und Ellenbogenverletzungen in München
Die Therapie richtet sich immer nach Art und Schwere der Verletzung. Prof. Dr. med. Frank Martetschläger bietet als Spezialist für Schulter- und Ellenbogenchirurgie in München das gesamte Spektrum moderner Behandlungsmöglichkeiten an.
Konservative Therapie
Bei vielen Beschwerden reicht eine nicht-operative Behandlung aus – etwa durch Physiotherapie, gezielte Injektionen oder Stoßwellentherapie.
Arthroskopische Eingriffe
Minimalinvasive Verfahren ermöglichen eine schonende Behandlung mit kleinen Hautschnitten und schnellerer Genesung.
Operative Behandlung
Bei komplexen Verletzungen oder Instabilitäten kann eine operative Rekonstruktion notwendig sein, um die Funktion des Gelenks wiederherzustellen.
Ziel ist stets eine individuell abgestimmte Therapie, die Schmerzen reduziert und eine sichere Rückkehr in Sport und Alltag ermöglicht.
Wann sollte man bei Schmerzen einen Spezialisten aufsuchen?
Schmerzen in der Schulter oder im Ellenbogen, die länger anhalten oder immer wieder auftreten, sollten ernst genommen werden. Auch ein Gefühl von Instabilität oder eingeschränkter Beweglichkeit sind klare Warnsignale.
Eine frühzeitige Abklärung hilft, Folgeschäden zu vermeiden und die Heilung deutlich zu beschleunigen.
Fazit: Schnell reagieren und langfristige Schäden vermeiden
Schulter- und Ellenbogenverletzungen gehören zu den häufigsten Problemen im Handball. Wer Beschwerden frühzeitig erkennt und gezielt behandeln lässt, kann langfristige Einschränkungen vermeiden und schneller wieder in den Sport zurückkehren.
Weitere Behandlungen von Schulter- und Ellenbogenverletzungen
Detaillierte Informationen zu einzelnen Krankheitsbildern und Therapiemöglichkeiten finden Sie im Bereich Behandlungen – von Rotatorenmanschettenverletzungen bis hin zu Ellenbogeninstabilitäten.

